Vergleich

Money Vault vs Mint: Was du nach Mints Shutdown nutzen kannst

Aktualisiert am 10. April 2026 · 7 Min. Lesezeit

Mint war über 15 Jahre die Standard-Budget-App: kostenlos, bank-synchronisiert, von Millionen genutzt. Dann stellte Intuit den Dienst im März 2024 ein und leitete Nutzer zu Credit Karma um. Wenn du noch nach Ersatz suchst, zeigt dieser Vergleich, was Mint bot, was Credit Karma übernommen hat und wie Money Vault die Lücken auf eine ganz andere Art schließt.

Kurzfassung

In diesem Vergleich

  1. Was mit Mint passiert ist
  2. Credit Karma: Was übrig blieb
  3. Money Vault: Ein anderer Ansatz
  4. Wie du Ausgaben erfasst
  5. Datenschutz und Daten
  6. Mehrwährung
  7. Welche App zu welchem Setup passt
  8. Preise
  9. Fazit
3,6 Mio.
Aktive Mint-Nutzer, die 2024 einen Ersatz suchen mussten.
Quelle: Intuit Financial Disclosure, Q1 2024

Was mit Mint passiert ist

Mint startete 2006 und wurde zur beliebtesten kostenlosen Budget-App in den USA. Banken verbinden, Transaktionen sehen, Kredit-Score, Budgets. Intuit kaufte Mint 2009 für 170 Mio. USD und betrieb es 15 Jahre.

Im Januar 2024 kündigte Intuit das Ende an. Am 23. März 2024 war Mint offline. Nutzer sollten zu Credit Karma wechseln. Die Migration war holprig. Viele Funktionen wurden nicht übernommen. Budgeting verschwand, Transaktions-Editing war eingeschränkt, jahrelange Kategorien wurden ungenau.

Für viele war das der Moment, den Ansatz grundsätzlich zu hinterfragen. Wenn ein Anbieter dein Finanz-Tool einfach abschaltet, sind vollständige Bankzugänge vielleicht nicht die beste Idee.

Credit Karma: Was übrig blieb

Credit Karma hat Teile von Mint übernommen, ist aber ein anderes Produkt. Kredit-Score-Monitoring bleibt, Bank-Verknüpfung via Plaid funktioniert, Transaktionen sind sichtbar.

Was fehlt: Budgeting-Tools, tiefe Kategorien, Billing-Alerts, klare Ausgaben-Zeitreihen. Credit Karma verdient Geld durch Kreditkarten- und Kreditangebote. Tracking ist sekundär.

Wenn du Mint wegen der Budget-Funktionen genutzt hast, ist Credit Karma kein echter Ersatz. Es ist ein Credit-Produkt mit etwas Ausgaben-Overlay.

Money Vault: Ein anderer Ansatz

Money Vault versucht nicht, Mint zu sein. Kein Bank-Sync, kein Credit-Score. Statt Daten automatisch zu ziehen, macht es die Eingabe extrem schnell.

Voice Input ist der Kern. "Kaffee 4,50 Starbucks" und die App extrahiert Betrag und Kategorie. Belegscan liest Totals und Positionen. CSV-Import holt Bankdaten in Bulk. KI-Chat beantwortet Fragen wie "Was habe ich letzten Monat für Essen ausgegeben?"

Der Trade-off ist klar: Mint war hands-off. Money Vault ist aktiv. Aber mit Voice dauert ein Eintrag 3 Sekunden und du gibst keine Bankzugänge aus der Hand.

Money Vault
4 Eingabemethoden
Mint (früher)
2 Eingabemethoden
Credit Karma
1 Eingabemethode
Basierend auf App-Store-Listings, April 2026.

Wie du Ausgaben erfasst

Mint war Bank-Sync first. Konten verbinden, Transaktionen erscheinen automatisch. Manuelle Eingabe existierte, wurde aber selten genutzt.

Money Vault hat vier Wege: Voice, Belegscan, manuell, CSV-Import. Cash, Karte, Venmo, Ausland. Alles gleich behandelbar.

Gerade Cash ist der Unterschied. Mint konnte Cash kaum abbilden. Money Vault macht es mit einer kurzen Sprachzeile.

Datenschutz und Daten

Der Mint-Shutdown hat etwas klargemacht: Daten liegen auf fremden Servern, mit fremden APIs und ohne Kontrolle.

Money Vault verarbeitet alles on-device. Kein Konto, keine Cloud, kein Plaid. Daten bleiben auf dem Gerät.

Mint speicherte alles in der Cloud, mit Plaid für Bankverbindung. Werbefinanziert. Beim Shutdown mussten Nutzer Daten exportieren oder verlieren.

Hinweis

Eine Bankrate-Umfrage 2025: 37% der Amerikaner möchten keine Bankkonten mit Dritt-Apps verknüpfen. On-Device-Tracking plus CSV-Import liefert Daten ohne Risiko.

Mehrwährung

Money Vault unterstützt 50+ Währungen mit Live-Kursen. "Lunch 15 Euro" wird als EUR gespeichert. Belege aus Tokio funktionieren. Reports zeigen umgerechnet.

Mint war auf USD ausgerichtet. Fremdwährungen wurden nach Bank-Conversion dargestellt. Keine echten Multi-Wallets.

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Welche App zu welchem Setup passt

Funktion Money Vault Mint (eingestellt)
Voice Input ✓ NLP-basiert
Belegscan ✓ On-Device OCR
KI-Chat
Bank-Sync ✕ CSV-Import statt Sync ✓ Plaid
Mehrwährung (50+) ✕ USD-fokussiert
On-Device-Privacy ✕ Cloud + Werbung
Kredit-Score
Offline-Modus ✓ Voll offline ✕ Internet nötig
Noch verfügbar ✕ Shutdown März 2024
Preis Free / Premium War kostenlos (werbefinanziert)

Preise

Mint war kostenlos, aber werbefinanziert. Intuit monetisierte über Kreditkarten- und Finanzangebote basierend auf deinen Daten.

Money Vault hat einen Free-Tier mit Voice, manuellem Tracking, Mehrwährung und Basis-Statistiken. Premium schaltet KI-Chat, Belegscan und Advanced Analytics frei. Du bezahlst mit Geld, nicht mit Daten.

Der eigentliche Vergleich ist nicht Dollar, sondern Kontrolle. Mit Mint hast du Privacy abgegeben. Mit Money Vault gibst du Bank-Sync auf, behältst aber die Kontrolle.

Fazit

Wenn du Mint wegen Bank-Sync geliebt hast und den Privacy-Trade-off ok findest, bietet Credit Karma Teile davon. Aber Budgeting ist dünn.

Wenn Mints Shutdown dein Vertrauen erschüttert hat, ist Money Vault der saubere Bruch. Deine Daten bleiben lokal. Keine Bankzugänge. Voice-Input macht Logging schnell genug, dass du Sync nicht so vermisst. Belegscan holt Papier mit rein. 50+ Währungen funktionieren weltweit.

Mint zeigte, dass "kostenlos" über Nacht verschwinden kann. Money Vault zeigt, dass Privacy-Tracking nicht langsam sein muss.

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