Money Vault vs Mint: Was du nach Mints Shutdown nutzen kannst
Mint war über 15 Jahre die Standard-Budget-App: kostenlos, bank-synchronisiert, von Millionen genutzt. Dann stellte Intuit den Dienst im März 2024 ein und leitete Nutzer zu Credit Karma um. Wenn du noch nach Ersatz suchst, zeigt dieser Vergleich, was Mint bot, was Credit Karma übernommen hat und wie Money Vault die Lücken auf eine ganz andere Art schließt.
- Mint: Seit März 2024 eingestellt, Migration zu Credit Karma. Kostenlos, Bank-Sync via Plaid, Budgets, Kredit-Score, werbefinanziert
- Money Vault: Free-Tier, Voice + Belegscan + KI-Chat, 50+ Währungen, On-Device-Privacy, kein Bank-Login nötig
- Beste Option für Mint-Wechsler: Wenn du Tracking ohne Bankzugang willst, ist Money Vault der sauberste Bruch
- Bank-Sync vermisst? Credit Karma behielt Teile, verlor aber Budgeting und Transaktions-Editing
In diesem Vergleich
Was mit Mint passiert ist
Mint startete 2006 und wurde zur beliebtesten kostenlosen Budget-App in den USA. Banken verbinden, Transaktionen sehen, Kredit-Score, Budgets. Intuit kaufte Mint 2009 für 170 Mio. USD und betrieb es 15 Jahre.
Im Januar 2024 kündigte Intuit das Ende an. Am 23. März 2024 war Mint offline. Nutzer sollten zu Credit Karma wechseln. Die Migration war holprig. Viele Funktionen wurden nicht übernommen. Budgeting verschwand, Transaktions-Editing war eingeschränkt, jahrelange Kategorien wurden ungenau.
Für viele war das der Moment, den Ansatz grundsätzlich zu hinterfragen. Wenn ein Anbieter dein Finanz-Tool einfach abschaltet, sind vollständige Bankzugänge vielleicht nicht die beste Idee.
Credit Karma: Was übrig blieb
Credit Karma hat Teile von Mint übernommen, ist aber ein anderes Produkt. Kredit-Score-Monitoring bleibt, Bank-Verknüpfung via Plaid funktioniert, Transaktionen sind sichtbar.
Was fehlt: Budgeting-Tools, tiefe Kategorien, Billing-Alerts, klare Ausgaben-Zeitreihen. Credit Karma verdient Geld durch Kreditkarten- und Kreditangebote. Tracking ist sekundär.
Wenn du Mint wegen der Budget-Funktionen genutzt hast, ist Credit Karma kein echter Ersatz. Es ist ein Credit-Produkt mit etwas Ausgaben-Overlay.
Money Vault: Ein anderer Ansatz
Money Vault versucht nicht, Mint zu sein. Kein Bank-Sync, kein Credit-Score. Statt Daten automatisch zu ziehen, macht es die Eingabe extrem schnell.
Voice Input ist der Kern. "Kaffee 4,50 Starbucks" und die App extrahiert Betrag und Kategorie. Belegscan liest Totals und Positionen. CSV-Import holt Bankdaten in Bulk. KI-Chat beantwortet Fragen wie "Was habe ich letzten Monat für Essen ausgegeben?"
Der Trade-off ist klar: Mint war hands-off. Money Vault ist aktiv. Aber mit Voice dauert ein Eintrag 3 Sekunden und du gibst keine Bankzugänge aus der Hand.
Wie du Ausgaben erfasst
Mint war Bank-Sync first. Konten verbinden, Transaktionen erscheinen automatisch. Manuelle Eingabe existierte, wurde aber selten genutzt.
Money Vault hat vier Wege: Voice, Belegscan, manuell, CSV-Import. Cash, Karte, Venmo, Ausland. Alles gleich behandelbar.
Gerade Cash ist der Unterschied. Mint konnte Cash kaum abbilden. Money Vault macht es mit einer kurzen Sprachzeile.
Datenschutz und Daten
Der Mint-Shutdown hat etwas klargemacht: Daten liegen auf fremden Servern, mit fremden APIs und ohne Kontrolle.
Money Vault verarbeitet alles on-device. Kein Konto, keine Cloud, kein Plaid. Daten bleiben auf dem Gerät.
Mint speicherte alles in der Cloud, mit Plaid für Bankverbindung. Werbefinanziert. Beim Shutdown mussten Nutzer Daten exportieren oder verlieren.
Eine Bankrate-Umfrage 2025: 37% der Amerikaner möchten keine Bankkonten mit Dritt-Apps verknüpfen. On-Device-Tracking plus CSV-Import liefert Daten ohne Risiko.
Mehrwährung
Money Vault unterstützt 50+ Währungen mit Live-Kursen. "Lunch 15 Euro" wird als EUR gespeichert. Belege aus Tokio funktionieren. Reports zeigen umgerechnet.
Mint war auf USD ausgerichtet. Fremdwährungen wurden nach Bank-Conversion dargestellt. Keine echten Multi-Wallets.
Welche App zu welchem Setup passt
| Funktion | Money Vault | Mint (eingestellt) |
|---|---|---|
| Voice Input | ✓ NLP-basiert | ✕ |
| Belegscan | ✓ On-Device OCR | ✕ |
| KI-Chat | ✓ | ✕ |
| Bank-Sync | ✕ CSV-Import statt Sync | ✓ Plaid |
| Mehrwährung (50+) | ✓ | ✕ USD-fokussiert |
| On-Device-Privacy | ✓ | ✕ Cloud + Werbung |
| Kredit-Score | ✕ | ✓ |
| Offline-Modus | ✓ Voll offline | ✕ Internet nötig |
| Noch verfügbar | ✓ | ✕ Shutdown März 2024 |
| Preis | Free / Premium | War kostenlos (werbefinanziert) |
Preise
Mint war kostenlos, aber werbefinanziert. Intuit monetisierte über Kreditkarten- und Finanzangebote basierend auf deinen Daten.
Money Vault hat einen Free-Tier mit Voice, manuellem Tracking, Mehrwährung und Basis-Statistiken. Premium schaltet KI-Chat, Belegscan und Advanced Analytics frei. Du bezahlst mit Geld, nicht mit Daten.
Der eigentliche Vergleich ist nicht Dollar, sondern Kontrolle. Mit Mint hast du Privacy abgegeben. Mit Money Vault gibst du Bank-Sync auf, behältst aber die Kontrolle.
Fazit
Wenn du Mint wegen Bank-Sync geliebt hast und den Privacy-Trade-off ok findest, bietet Credit Karma Teile davon. Aber Budgeting ist dünn.
Wenn Mints Shutdown dein Vertrauen erschüttert hat, ist Money Vault der saubere Bruch. Deine Daten bleiben lokal. Keine Bankzugänge. Voice-Input macht Logging schnell genug, dass du Sync nicht so vermisst. Belegscan holt Papier mit rein. 50+ Währungen funktionieren weltweit.
Mint zeigte, dass "kostenlos" über Nacht verschwinden kann. Money Vault zeigt, dass Privacy-Tracking nicht langsam sein muss.