Money Vault vs Dext: Persönlicher KI-Tracker oder Business-Beleg-Tool?
Dext, früher vielleicht als Receipt Bank bekannt, ist für Unternehmen gebaut. Steuerberater lieben es. Es scannt Belege, zieht Daten heraus und schiebt alles direkt in Xero oder QuickBooks. Money Vault ist für dich persönlich gebaut. Spracheingabe, Belegscanner, eine KI, die Ausgabenfragen beantwortet. Die Apps wirken an der Oberfläche ähnlich, lösen aber komplett unterschiedliche Probleme.
- Dext: Geschäftliches Belegmanagement mit Buchhaltungs-Integration. Startet bei 20 Dollar pro Monat. Gebaut für Steuerberater und Teams.
- Money Vault: Persönlicher Ausgaben-Tracker mit Spracheingabe, Belegscanner, KI-Chat und 50+ Währungen. Kostenlos mit optionalem Premium.
- Wähle Dext, wenn du Buchhaltungs-Integration für ein Unternehmen brauchst. Wähle Money Vault, wenn du private Ausgaben trackst.
In diesem Vergleich
Schneller Überblick
Dext begann 2010 als Receipt Bank und wurde 2020 umbenannt. Es ist ein Dokumenten- und Beleg-Tool für Unternehmen, das besonders gut Belege lesen kann. Du machst ein Foto oder leitest eine E-Mail weiter, und Dext zieht Lieferant, Datum, Betrag, Steuer und Zahlungsmethode heraus. Danach landet das Ganze in deiner Buchhaltungssoftware. Der gesamte Zweck ist, manuelle Buchhaltung zu eliminieren.
Es ist stark. Es kostet aber auch 20 Dollar oder mehr pro Monat und ist klar für Menschen gebaut, die wissen, was ein Kontenrahmen ist.
Money Vault setzt auf Consumer-First. Sag "Lunch 12,50 im Thai-Laden" und es wird erfasst. Scanne einen Supermarktbeleg und jedes Item wird übernommen. Frag die KI "Wie viel habe ich für Transport diese Woche ausgegeben?" und du bekommst eine echte Antwort. Kein Rechnungswesen-Studium nötig. Kein QuickBooks-Setup. Einfach App öffnen und tracken.
Für wen welche App gedacht ist
Das ist eigentlich schon der Kern des Vergleichs.
Dext ist für:
- Kleine Unternehmen, die Ausgaben für Steuerzwecke tracken müssen
- Freelancer, die Belege an den Steuerberater schicken
- Teams, die Freigabe-Workflows für Spesen brauchen
- Alle, die Xero, QuickBooks oder Sage bereits nutzen
Money Vault ist für:
- Menschen, die wissen wollen, wohin ihr Geld jeden Monat geht
- Reisende mit mehreren Währungen
- Alle, die manuelles Expense-Tracking nach zwei Wochen aufgegeben haben
- Menschen, die Ausgaben tracken wollen, ohne ein Geschäftskonto anzulegen
Wenn du als Freelancer Dext nutzt, um Belege für deinen Steuerberater zu scannen, gut. Aber wenn du dich gleichzeitig fragst, "Wie viel gebe ich eigentlich privat fürs Essen aus?", hilft Dext nicht weiter. Dafür brauchst du eine andere App.
Belegscanner
Beide Apps scannen Belege, aber der Ansatz ist unterschiedlich.
Dext macht OCR für Belege seit über 15 Jahren. Das funktioniert sehr gut. Es liest Lieferantennamen, Positionszeilen, Steueraufteilungen und Währungen. Du kannst Belege auch per E-Mail an eine Dext-Inbox senden, und sie werden automatisch verarbeitet. Bei hohem Volumen, also etwa 200+ Belegen pro Monat, ist der Workflow schwer zu schlagen.
Money Vault nutzt Apples Vision Framework für On-Device-OCR. Es liest Summen, Daten, Händlernamen und einzelne Positionszeilen. Es ist schnell und funktioniert offline, sodass deine Belegfotos dein Telefon nie verlassen. Die Genauigkeit reicht für den privaten Alltag locker aus, also für Supermarktbelege, Restaurantrechnungen und normale Einzelhandelsbelege.
Wo Dext vorne liegt: Rechnungen, internationale Steuerformate und Massenverarbeitung per E-Mail. Wo Money Vault vorne liegt: Privatsphäre, Tempo für private Nutzung und die Tatsache, dass du keine 20 Dollar pro Monat zahlen musst, um einen Supermarktbeleg zu scannen.
Integrationen und Workflow
Dext verbindet sich mit Xero, QuickBooks Online, QuickBooks Desktop, Sage, FreeAgent und einigen anderen. Es ordnet Ausgaben den richtigen Konten zu, gleicht sie mit Banktransaktionen ab und verarbeitet Steuerkennzeichen. Wenn du ein Unternehmen führst, sind solche Dinge wichtig. Es gibt auch Teamfunktionen: Freigabe-Workflows, Mehrbenutzerzugriff und Kundenverwaltung für Steuerberater, die mehrere Firmen betreuen.
Money Vault integriert sich bewusst nicht mit Buchhaltungssoftware. Es ist ein persönliches Finanz-Tool. Du bekommst Kategorien, Ausgabencharts, einen KI-Assistenten und Exportfunktionen. Der Workflow ist einfacher, weil der Anwendungsfall einfacher ist. Du reichst keine Spesen ein und versöhnst keine Bankfeeds. Du trackst nur, was du ausgibst.
Dext braucht ein Geschäftskonto und einen Einrichtungsprozess, der inklusive Buchhaltungs-Verbindung 30+ Minuten dauern kann. Money Vault funktioniert innerhalb von 10 Sekunden nach dem Download. Kein Konto nötig.
Persönliches Ausgaben-Tracking, ganz einfach
Spracheingabe, Belegscanner und KI-Chat. Keine Buchhaltungssoftware nötig.
Welche App zu welchem Setup passt
| Funktion | Money Vault | Dext |
|---|---|---|
| Spracheingabe | ✓ NLP-Engine | ✕ |
| Belegscanner | ✓ On-Device-OCR | ✓ Cloud-OCR |
| KI-Chat-Assistent | ✓ | ✕ |
| Buchhaltungs-Integration | ✕ | ✓ Xero, QBO, Sage |
| Team / Mehrbenutzer | ✕ | ✓ Freigabe-Workflows |
| Belege per E-Mail weiterleiten | ✕ | ✓ |
| Multi-Währung (50+) | ✓ | ✓ Geschäftswährungen |
| On-Device-Privatsphäre | ✓ | ✕ Cloud-basiert |
| Offline-Modus | ✓ Voll offline | ✕ braucht Verbindung |
| Einrichtungszeit | ✓ unter 10 Sekunden | ✕ 30+ Minuten |
| Plattform | iOS | iOS, Android, Web |
| Preis | Free / Premium | ab 20 Dollar/Monat |
Preis
Dext hat praktisch kein echtes Free-Modell. Es gibt eine Testphase, danach liegst du bei Plänen ab etwa 20 Dollar pro Monat für einen Nutzer. Der Preis steigt mit weiteren Nutzern, mehr Dokumentverarbeitung und zusätzlichen Funktionen. Für einen Steuerberater mit 10 Kunden kannst du schnell bei 50 bis 100 Dollar pro Monat landen. Das ist eine Geschäftsausgabe, und Unternehmen erwarten bei solchen Tools, dass sie dafür zahlen.
Money Vault ist für die Kernfunktionen kostenlos: Spracheingabe, Belegscanner, manuelle Eingabe, Kategorien und Basisstatistiken. Premium ergänzt KI-Chat, erweiterte Analysen und zusätzliche Funktionen. Für private Nutzung deckt der kostenlose Plan alles ab, was die meisten brauchen.
Der Preisabstand ist enorm. Mehr als 240 Dollar pro Jahr für Dext im Vergleich zu 0 Dollar für Money Vaults Kernfunktionen. Aber das ist der Vergleich eines Business-Tools mit einem persönlichen Tool. Wenn du Buchhaltungs-Integration und Teamfunktionen brauchst, ist Dexts Preis für diese Kategorie normal. Wenn du nur private Ausgaben tracken willst, ist 20 Dollar im Monat für ein Business-Tool wie ein Umzugs-LKW für ein Sofa.
Fazit
- Wähle Dext, wenn du ein Unternehmen führst, mit einem Steuerberater arbeitest oder Belegdaten nach Xero oder QuickBooks pushen musst. Es ist ein echtes Business-Tool mit 15 Jahren OCR-Erfahrung und funktionierenden Buchhaltungsintegrationen.
- Wähle Money Vault, wenn du private Ausgaben mit Sprache, Scan und KI tracken willst. Es ist kostenlos, privat, offlinefähig und verlangt weder ein Geschäftskonto noch Buchhaltungssoftware.
Diese Apps sind eigentlich keine direkten Konkurrenten. Sie bedienen unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Anforderungen. Dext ist ein Buchhaltungstool, das zufällig Belege scannt. Money Vault ist eine persönliche Finanz-App, die zufällig Belege scannt. Wenn du diesen Vergleich gesucht hast, weil du nach einer "Belegscanner-App" gesucht hast, hängt die richtige Wahl komplett davon ab, ob du die Daten für geschäftliche Buchhaltung oder persönliche Transparenz brauchst.